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BYD ebus in München

Die Stadtwerke München (SWM) und die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) testeten 2014 einen Elektrobus des chinesischen Herstellers BYD. Erprobt wurde der Bus auf der Uni-Linie 153 zwischen Odeonsplatz, Universität und Hochschule München an der Lothstraße. Kaufen will die MVG allerdings keinen der E-Busse.

Der Bus mit zwölf Metern Länge fährt rein elektrisch, seine Lithium-Eisen-Phosphat-Batterien sind über der ersten Achse und auf dem Busdach untergebracht. Unterwegs wandeln die beiden Motoren - wie vom Hybridbus bekannt - Bremsenergie in elektrische Energie um, die in den Batterien gespeichert wird. Die Reichweite einer Ladung beträgt nach Angaben des chinesischen Herstellers bis zu 250 Kilometer. Dann muss das Fahrzeug wieder an die Steckdose, nach fünf Stunden ist der Bus wieder startklar. BYD lieferte neben dem E-Bus auch eine Ladestation mit. Auf der Buslinie 153 muss der E-Bus pro Tag etwa 175 Kilometer zurücklegen.

Dass SWM und MVG ausgerechnet den Winter für die Testphase gewählt haben, ist kein Zufall. Laut MVG spielt das Thema Reichweite eine entscheidende Rolle, gerade unter winterlichen Bedingungen. „Bei unseren Gelenk-Hybridbussen hat sich gezeigt, dass die von den Herstellern versprochenen Kraftstoffersparnisse bisher nicht erzielbar sind, weil der Heizwärmebedarf im Winter zu einem erhöhten Energieverbrauch führt“, sagt MVG-Chef Herbert König. Beim Elektrobus könnte bei kalten Temperaturen die Reichweite leiden. Der Test wird die kommenden Wochen von einem Busspezialisten der Hochschule in Landshut wissenschaftlich begleitet.

Einem SWM-Sprecher zufolge profitieren sowohl Verkehrsgesellschaft als auch das chinesische Unternehmen von dem Feldversuch. Die MVG zahlt keine Miete für den Testlauf des Busses, dafür komme man laut Sprecher für die Nebenkosten in Höhe von 8000 Euro auf.

Die große Revolution im Münchner Nahverkehr bleibt aber vorerst aus. MVG-Chef König sagt, man wolle aus wirtschaftlichen Gründen auch zukünftig auf Dieselbusse mit guten Filtern setzen. Ein Grund dafür dürfte der Preis sein: Für die Anschaffung des chinesischen Elektrobusses wären 450 000 Euro fällig, die Dieselbusse kosten lediglich die Hälfte. Mangelnde Wirtschaftlichkeit ist auch ein Problem bei den vier Hybridbussen, die derzeit für die MVG im Einsatz sind. Die höheren Anschaffungs- und Infrastrukturkosten für die modernen Fahrzeuge werden noch nicht durch die Ersparnisse bei den Energiekosten kompensiert.

Verweise
BYD ebus in Bonn
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