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Ökobilanz ist gut

Die Ökobilanz elektrischer Fahrzeuge gegenüber herkömmlichen Verbrennern ist ein vieldiskutiertes Thema. Eine aktuelle Studie des MIT im Auftrag des ManagerMagazins bestätigt, dass selbst ein "fetter Tesla" sauberer ist als ein kleiner Diesel-Ford. Der BSM hatte bereits 2011 die UMBReLA-Studie bemängelt, die für das EV die ungünstigsten Bedingungen angenommen werden, während die Angaben der OEMs relativ unkritisch zu Grunde gelegt wurden. Außerdem floss der Energieaufwand für das Benzin von der Quelle in den Tank ("well-to-tank") überhaupt nicht in die Betrachtungen ein.

 

Das MIT (Massachusetts Institute of Technology) hat noch einmal klargestellt, dass das Elektrofahrzeug ökologisch im Vorteil ist gegenüber dem Verbrenner. Im Auftrag des ManagerMagazins hat das MT hierzu eine Studie erstellt. Danach verursacht ein Tesla Model X P100D über eine Strecke von 175.000 Kilometern insgesamt 35 t CO2. Ein Ford Fiesta SFE Ecoboost mit drei Zylindern kommt auf 35 t - bei fünf Sitzen gegenüber sieben im Model X.

Der Rucksack an Emissionen, den ein elektrisches Fahrzeug bereits durch die Herstellung mitbringt, ist nicht unerheblich. Batterien sind ein energieaufwändiges Produkt. Der Unterschied schlug sich im MIT-Test nider in 13 t CO2 beim Tesla, 5 t beim Ford. Bei Verwendung grünen Stroms fallen aber im Betrieb keine Emissionen mehr an, der ökologische Rucksack wird irgendwann leer sein. Bei einer Effizienz des EV von 73% gegenüber 12-15% beim Verbrenner - gerechnet well-to-wheel - wurde bereits einige Male berechnet, ab wann das E-Mobil sauberer fährt. Frühere Studien gaben für ein Mittelklassefahrzeug eine Strecke von 100.000 kmbei Verwendung des deutschen Strommixes an (s.u.).

Die Front der Publizisten, die das elektrische Auto mit seinen eigenen Ansprüchen schlechtrechnen wollten, bröckelt allmählich. Immer mehr Journalisten lesen z.B. die letzte Studie des IVL (Swedish Environmental Research Institute) im Auftrag des schwedischen Verkehrsministeriums genauer und kommen zu dem Schluss, dass für die veröffentlichten Zahlen die ungünstigsten Annahmen getroffen wurden. Bei der Batterieherstellung wurden nur chinesische Fabriken herangezogen, die ausschließlich Braunkohlestrom verwenden. Teslas 'Giga-Factory' in der Wüste von Nevada soll dagegen ganz ohne fossile Energien auskommen, dann würden die Batterien fast ohne CO2-Aufwand gefertigt.

Bereits 2011 bei der Mutter dieser Studien - UMBReLA vom Heidelberger IFEU-Institut - kamen ähnliche Zahlen heraus: nach 100.000 km bei normalem Strommix und 30.000 km bei EE-Verwendung gleicht sich der THG-Ausstoß aus. Der BSM hat sofort auf die methodischen Mängel der verwendeten Szenarien hingewiesen. Die Verwendung von Atom- oder Kohlestrom würden Elektromobilisten unter allen Umständen vermeiden, nachem sie bereits erhebliche Mehrpreise für ihre Autos bezahlt haben. Außerdem verbessert sich die CO2-Bilanz des Strommixes von Jahr zu Jahr.

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